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Oberer See

Der Passo San Jorio von der Bocchetta di Germasino

Der 2014 Meter hohe Pass zwischen dem oberen See und der Schweiz, seit der Römerzeit begangen: auf der alten Straße durch das Valle Albano und am Giovo vorbei bis zum Pass und zur Kapelle des Einsiedlers, mit Blick auf die Alpen, den Lago Maggiore und den Monte Rosa. Vom Giovo führt ein weiterer Weg zu den Seen von Sommafiume.

Dauer
5 h 30 – 7 h
Anstrengung
Anspruchsvoll
Zugang
Frei
Ohne Auto
Braucht ein Auto
Mit Kindern
Nicht ideal
Die steinerne Kapelle San Jorio mit Plattendach auf trockenem Gras unter den Graten, blauer Himmel.StefanoPorta67 · CC BY-SA 4.0
  • Jedesto · CC BY-SA 4.0
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Die steinerne Kapelle San Jorio mit Plattendach auf trockenem Gras unter den Graten, blauer Himmel.

StefanoPorta67 · CC BY-SA 4.0

So funktioniert es

Der Passo San Jorio auf 2014 Metern wird seit der Römerzeit überquert und verbindet den oberen See mit dem Morobbiatal auf der Schweizer Seite: Jahrhundertelang war die Passstraße ein wichtiger Handelsweg nach Kontinentaleuropa. Hier gingen die in Como hergestellte Seide nach Deutschland und das Eisen aus dem Val Morobbia zu den Werkstätten von Dongo. Von der Bocchetta di Germasino, auch di Sant'Anna genannt, geht man auf der Hauptstraße, achthundert Meter geteert und dann Schotter, fast eben am bewaldeten Hang des Valle Albano entlang, eines Gebiets mit großer Artenvielfalt. Nach etwa drei Kilometern lässt man rechts den Abzweig zum Rifugio Mottafoiada liegen und geht weiter Richtung Giovo, San Jorio und Sommafiume. Der Fahrweg steigt in einigen Kehren zum Grat des Motto di Paraone, verlässt den Wald und erreicht nach etwa neun Kilometern den Grassattel zwischen dem Val Albano und dem Tal von San Jorio, wo das Rifugio Il Giovo auf 1714 Metern steht. Von dort geht es rechts weiter, zwischen Schotter- und Pflasterstücken und den Tafeln des Parco della Valle Albano, in etwa fünfzig Minuten zum Rifugio San Jorio auf 1980 Metern, einer ehemaligen Kaserne der Finanzwache; wenige Schritte darüber liegt der Pass. Vom Pass reicht der Blick vom oberen See bis ins Veltlin, zum Lago Maggiore und zu den Schweizer Alpen, bis zum Monte Rosa und zum Matterhorn; ganz in der Nähe steht auf 2040 Metern die Kapelle San Jorio, dem Einsiedler geweiht, nach dem der Pass der Überlieferung nach benannt ist. Zurück geht es auf demselben Weg.

  1. Zwanzig Kilometer hin und zurück und 800 Höhenmeter, drei Stunden zwanzig Aufstieg, auf Asphalt und Schotter. Die Tour ist mittelschwer, für Mai bis Oktober; vor dem Aufbruch sollte man den Wetterbericht lesen.
  2. Zur Bocchetta di Germasino fährt man von Dongo über die Provinzstraße 5 Richtung Stazzona, Germasino und Garzeno; in Garzeno nimmt man an der zweiten Kehre den Abzweig nach Sant'Anna und zur Bocchetta, wo man parkt. Die Straße zum Giovo ist auch befahrbar, aber in schlechtem Zustand, ein Geländefahrzeug ist ratsam; im Winter kann sie vereist oder verschneit sein, dann lässt man das Auto besser an der Bocchetta.
  3. Vom Rifugio Il Giovo zum Pass ist es eine Stunde zu Fuß mit dreihundert Metern Aufstieg, ein Stück, das auch für Familien mit Kindern geeignet ist.
  4. Vom Giovo führt auch der Weg des Istituto Oikos am Talschluss des Valle Albano entlang. Er verläuft in sanftem Auf und Ab durch Wiesen und Gebüsch, an der Fonte del cavallante und den Almen von Nembruno vorbei bis zum Bach Albano; dann steigt er, an den Tümpeln vorbei, in denen Amphibien laichen, zur Bocchetta di Sommafiume auf 1925 Metern, mit Blick auf das Valle Albano und das Schweizer Val Morobbia. Zehn Minuten weiter, auf einer Spur durch die Wiesen, liegen die Seen von Sommafiume. Der Weg ist mittelschwer, für April bis November: 329 Höhenmeter, eine Stunde fünfzig hin und anderthalb zurück, der letzte Kilometer steiler.

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Quellen und Nachweise

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